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Leopard Upgrade: erste Schritte

24. October 2007 · 4 Kommentare

Im Gegensatz zur Windows-Welt sind Mac-User erstaunlich enthusiastisch, wenn es um das Aufspielen neuer Betriebssystemversionen geht. Vielleicht weil sie wissen, dass ihr Rechner danach in der Regel einfacher und besser funktioniert. An dieser Stelle möchte ich deshalb ein paar Tipps für eine erfolgreiche und stressfreie Aktualisierung auf Apples neuestes Betriebssystem geben. Wie üblich in solchen Fällen gilt auch hier: das Nachmachen erfolgt auf eigene Gefahr.

Das Wichtigste zuerst: alle Anwender, die mit Ihrem Mac ihr Geld verdienen, sollten sich noch für ein paar Wochen in Geduld üben. Bisher weiss niemand, welche Kinderkrankheiten 10.5.0 mit sich bringen wird. Dass es welche geben wird, ist stark anzunehmen. Man warte also auf die Veröffentlichung von MacOS 10.5.1 oder gar 10.5.2, bis man sich zum Upgrade entschließt.

Für die, die immer auf des Messers Schneide der Apple-Technologie leben wollen (oder so wie ich dafür bezahlt werden), sollte das neue Leopard ein Anlass sein, seinen Mac generell etwas auf Vordermann zu bringen. Ich empfehle daher zwei Anschaffungen zusammen mit der Leopard-Software zu erledigen: eine externe Festplatte und den zum Mac passenden Arbeitsspeicher. Mindestens ein Gigabyte RAM sollte vorhanden sein, damit die Arbeit anständig von der Hand geht. Das war schon für MacOS Tiger so. Gerade “ältere” Rechner, die sich am unteren Ende der offiziellen Systemvoraussetzungen befinden, profitieren immens von einem Aufrüsten des Arbeitsspeichers. Ich habe zuviel Zeit vor Macs verbracht, die irrsinnig teuer und Zeit ihres Lebens langsam waren, weil der von Apple verbaute Arbeitsspeicher niemals erweitert wurde.

Die externe Festplatte benutze man vor der Installation für ein komplettes Backup des Rechners und danach für die ständige Datensicherung mit Time Machine. Externe Festplatten gibt es schon ab ca. 120 Euro. Für Desktop Rechner wie iMacs, PowerMacs, Mac Mini etc. kann es gerne eine Platte mit eigener Stromversorgung sein - so wie dieses als Ergänzung für den mac mini gedachte Modell. Für PowerBook / MacBook - Anwender empfehle ich hingegen eine kleine 2,5” externe Festplatte, die ihren Strom über ein FireWire-Kabel bezieht. Die kann man einfach besser transportieren, und bei Bedarf elegant in der Schublade verschwinden lassen.

Preiswerter wird es, wenn man anstatt FireWire USB 2.0-Festplatten verwendet. Davon rate ich generell aber eher ab, da der Datendurchsatz mit FireWire auf dem Mac bedeutend schneller vor sich geht. USB 2.0-Massenspeicher sparen einem unter Umständen ein paar Euro in der Anschaffung, dafür dauert jedoch das Sichern und Kopieren von Daten weitaus länger. Hoffen wir, dass sich das mit Leopard ändert.

Im Festplattendienstprogramm partitioniere man die externe Platte in zwei Teile, wobei ein Teil so groß ist wie die interne Festplatte am Mac. Dorthin klont man vor der Leopard-Installation den Inhalt der internen Festplatte. Dazu kann man entweder SuperDuper (einfache Bedienung aber leider nur auf Englisch verfügbar) oder Carbon Copy Cloner (etwas umständlicher, dafür aber lokalisiert) verwenden. Danach hat man, wenn alles geklappt hat, eine exakte Kopie des Macs, mit welcher man falls bei der Leopard-Installation etwas schief gehen sollte, weiterarbeiten könnte.

Nachdem man seine lebenswichtigen Daten also im Vorfeld in Sicherheit gebracht hat, kann man mit ruhigem Gewissen zur Installation schreiten. Mehr dazu gibt es am Wochenende, nachdem mich die 10.5 DVD erreicht hat.

Kategorie: Software Update

4 Antworten bisher ↓

  • 1 Klaus Kaiser // 24. October 2007 at 19:09

    Hi Herr Neumann !

    Ihre News gefallen mir !

    MfG
    Klaus Kaiser

  • 2 Martin // 24. October 2007 at 19:45

    Vielen Dank!

  • 3 F. A. Dreyer // 28. October 2007 at 11:25

    Danke für Ihre Tipps. Ich hoffe, dass ich für meine Ungeduld nicht zahlen muss und mit Leopard (trifft kommenden Montag ein) schlechte Erfahrungen machen werde. Für ein Backup bietet sich auch an: http://www.grapefruit.ch/iBackup/

    Grüße

  • 4 Martin // 28. October 2007 at 22:26

    iBackup stellt leider kein bootfähiges Backup des gesamten Systems her. Das schöne an SuperDuper etc. ist der Fakt, dass man wenn man über Leopard unglücklich ist, einfach das System zurückspielen kann.

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